Bilingualität

Bilingualität sorgt für einen reichhaltigen Wortschatz und erleichterte interkulturelle Kommunikation.

 

Der Umgang an unserer gruuna Schule soll bilingual, in Deutsch und Englisch, stattfinden.

Heutzutage, mehr denn je, sind gute Sprachkenntnisse eine wichtige Grundvoraussetzung. Unsere Welt vernetzt sich immer mehr und das Beherrschen von einer oder mehreren Fremdsprachen öffnet neue Türen. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse erwiesen jetzt, dass sich Mehrsprachler besser in andere Menschen hineinversetzen können. Das Gehirn arbeitet außerdem effektiver, kann schneller sowie flexibler auf neue Situationen reagieren und die Verknüpfung von rechter und linker Gehirnhälfte wird unterstützt.

 

Die frühkindliche Mehrsprachigkeit sorgt noch häufig für Unsicherheiten, daher möchten wir an dieser Stelle einiges Wissenswertes zum Thema Bilingualität nahelegen.

 

Genau wie Kinder, welche nur eine Sprache lernen, lernen simultan bilinguale Kinder zwei Sprachen. Ein- wie mehrsprachig aufwachsende Kinder sprechen circa an ihrem ersten Geburtstag die ersten Worte. Mit etwa 18 Monaten bilden sie dann die ersten Zweiwortsätze. Etwa ab dem dritten Lebensjahr können die Kleinen schon richtig lange Sätze bilden, die in der Regel auch richtig klingen.

Völlig normal sind zwei wichtige Besonderheiten bei bilingual aufwachsenden Kindern. Zum einen können sich die Sprachen hinsichtlich der Aussprache gegenseitig beeinflussen. Beispielsweise rollen russisch-deutsch-sprachige Kinder (und Erwachsene) das “R” auch dann, wenn sie deutsch sprechen. Außerdem treten häufig Sprachvermischungen auf. Diese können sich auf vereinzelte Worte („Ich gehe in die kitchen.“) oder auf grammatikalische Elemente („We have gedrived by car.“) beziehen.

Früher war man der Auffassung diese Sprachmischungen sein ein eindeutiges Zeichen für die Überforderung bilingual aufwachsender Kinder. Heute weiß man dass die Vermischung der Sprachen eine überaus kreative Nutzung der gesamten sprachlichen Kompetenz ist. Die Kinder haben so die Möglichkeit, Lücken ihres Wortschatzes mit Wörtern aus der anderen Sprache zu füllen.

  • Je jünger das Kind beim Erlernen einer zweiten Sprache ist,
  • umso öfter es diese auch in guter Qualität (von Muttersprachlern) hört,
  • je attraktiver die Sprache für das Kind gestaltet wird (Lernmotivation)
  • und je mehr die Zweisprachigkeit von den Bezugspersonen des Kindes (Familie und Erzieher/innen) geschätzt wird, desto besser lernt das Kind die Zweitsprache.